Baku  ist die Hauptstadt Aserbaidschans. Mit zwei Millionen Einwohnern in der Stadtprovinz ist Baku die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes und des gesamten Kaukasus. Die Stadt an der Küste des Kaspischen Meeres ist Verkehrsknotenpunkt sowie Wirtschafts- und Kulturzentrum mit mehreren Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen.

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Durch die Lage innerhalb eines Erdölfördergebiets ist Baku der Knotenpunkt mehrerer Erdölleitungen und besitzt einen bedeutenden Erdölhafen. Baku kann aufgrund seiner günstigen Lage an mehreren historischen Handelswegen auf eine reiche Stadtgeschichte zurückblicken. In der Altstadt, die seit 2000 den Status eines UNESCO-Welterbes hat, sind zahlreiche Paläste, Moscheen und Festungsbauten erhalten geblieben.

Geographische Lage

Baku liegt knapp unter dem Meeresspiegel, südlich auf der Abşeron-Halbinsel am Westufer des Kaspischen Meeres. Die Stadt ist von mehreren Süßwasserseen umgeben, darunter der Boyukshorsee, der mit zehn Quadratkilometern der zweitgrößte See des Landes ist. Im Westen und vereinzelt im Osten erhebt sich eine Hügellandschaft bis auf 200 m Höhe.

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Klima

In Baku herrscht ein gemäßigtes Steppenklima (nach der effektiven Klimaklassifikation von Köppen und Geiger: BSk).

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Im Allgemeinen ist das Klima sonnig und trocken mit gelegentlich aufkommenden orkanartigen Winden und niedrigen, unregelmäßigen Niederschlägen. Im Winter ist zwar Nachtfrost häufig, aber Eistage mit einer Tageshöchsttemperatur unter 0 °C und auch Schnee sind relativ selten. Die Schneedecke hält sich nur für einige Tage pro Jahr. Im Sommer – besonders in den Monaten Juli und August – sind Temperaturen über 35 °C häufig. Die trockene Luft und die Winde vom Kaspischen Meer mildern die Temperaturen. Regen ist im Sommer kaum zu erwarten.

Die Temperatur beträgt im Jahresdurchschnitt 15,1 °C, die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge 210 mm.

Geschichte

Archäologen datierten erste Funde einer Siedlung auf das Jahr 8000 vor Christus. Seit Jahrtausenden sprudelten in der Region von Baku natürliche Ölquellen, mit denen bereits die Zoroastrier ihre Tempel beleuchteten. Im ersten Jahrhundert erreichten die Römer mit ihren Militärexpeditionen Baku. In der Nähe der Stadt sind römische Inschriften aus der Zeit von 84 bis 96 n. Chr. erhalten.

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Im 12. Jahrhundert machte einer der damaligen Lokalherrscher, der Schirwanschah Ahistan I., Baku zu seiner Hauptstadt, nachdem die alte Hauptstadt Shamakha von einem Erdbeben zerstört wurde. Die Befestigungen gehen auf diese Zeit zurück. Von 1501 bis zur osmanischen Eroberung 1578 wurde die Stadt von den Safawiden beherrscht. 1747 fiel die Macht an die lokalen Khane von Baku, die relativ unabhängig vom Persischen Reich waren. Durch dauernde Kriege sank die Bevölkerungszahl Bakus auf etwa 5000. 1797 fiel die Stadt nach einer erfolglosen russischen Militärexpedition zurück an das Persische Reich, wurde 1804 bis 1813 erneut russisch besetzt und fiel 1828 endgültig an Russland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baku besteht architektonisch aus drei Stadtteilen:

Eine weitere bauepochale Schicht ist die postsowjetische Überbauung seit etwa 1994, die das bisher eher flache bis mittelhohe Stadtbild mit markanten Bauten, vor allem Türmen, Hochhäusern und monumentalen Landschaftsgestaltungen, z. B. Ausbau der Küstenpromenade mit riesigen öffentlichen Versammlungsstätten stark verändert hat. Dieser Vorgang ist weiter im Gange, Baku soll nach Vorstellung der herrschenden Əliyev-Familie ihre bereits herausragende Stellung in der Kaukasusregion ausbauen.

Die Altstadt liegt im Zentrum Bakus und ist gleichzeitig eine Festung. Im Jahr 2000 wurde das Viertel innerhalb der Festungsmauern zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Die meisten Mauern und Türme, die nach der russischen Eroberung 1806 verstärkt wurden, stehen seit persischer Zeit. Das Viertel mit einem Labyrinth aus engen Straßen und alten Häusern ist pittoresk. Weltberühmt sind der Palast der Khane von Schirwan, die Karawansereien, der Jungfrauenturm aus dem 11. Jahrhundert, die Bäder und die Lezgi Miski (Lesgische Moschee) ebenfalls aus dem 11. Jahrhundert. Die Altstadt hat dutzende kleiner Moscheen, oft ohne ein Zeichen, das sie von anderen Gebäuden unterscheidet. Bis zu ihrem Abriss 1992 im Zuge des Bergkarabachkonflikts gab es im Schatten des Jungfrauenturms eine armenische Kirche, die noch unter persischer Herrschaft um 1797 erbaute Kirche der Heiligen Muttergottes.

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Im Reiseziel-Ranking 2018 der US-amerikanischen Nachrichtenagentur USA Today über 193 Länder nahm Baku einen der ersten Plätze ein.

Bauwerke und Denkmäler

Die Altstadt wird von einem Festungsring umgeben, in dem zahlreiche historische Bauwerke erhalten geblieben sind. Ein markantes Bauwerk der Stadtbefestigung ist die Burg Dschebachan aus dem 14. Jahrhundert, die seit dem 20. Jahrhundert freigelegt und erforscht wird. In der südlichen Altstadt liegt der Palast der Schirwanschahs, ein Gebäudeensemble mit Wohnpalast, Mausoleum, dem sogenannten Jungfrauenturm (Qız Qalası), die Schah-Moschee, das Murad-Tor, die Key-Gubad-Moschee, Versammlungshaus und Badehaus.

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Zu den zahlreichen islamischen, christlichen und jüdischen Sakralbauten Bakus gehört die Mohammed-Moschee aus dem 11. Jahrhundert, der ehemalige Feuertempel Ateschgah, die Tezepir-Moschee, die russisch-orthodoxe Kathedrale, die Bibi-Heybat-Moschee an der Südgrenze der Stadt oder die 1899 erbaute Erlöserkirche und die Kirche Gregor des Erleuchters aus dem Jahre 1887.

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Außerhalb der Altstadt wird die Stadtsilhouette von Wohn- und Geschäftshochhäusern wie den Flame Towers und dem 310 m hohen Fernsehturm Azeridominiert. Parallel zur Meeresküste verläuft der Baku Bulvar, der als Parkanlage ausgestaltet wurde und dessen Ursprünge bis in das 19. Jahrhundert reichen. Ebenfalls hervorzuheben ist die Nizami-Straße, eine bedeutende Einkaufsstraße im Stadtzentrum.

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Weltweit einzigartig ist das zu Sowjetzeiten als Symbol der Befreiung vom Feudalismus errichtete Denkmal einer Frau, die ihre traditionelle islamische Verhüllung wegwirft, den Tschador.

 

BSJ